Hermann Stephans Kulturpark Windhöhe

Hermann Stephan, Spielzeugfabrikant, geb. 1905 in Dresden, reiste gern und viel, zb in die Tropen. Nachkriegsdeutschland. Die 1940 gegründete Spielzeugfabrik am Ort muss 1950 schliessen. Unseriöse Geschäftspartner. Hermann verliert sein Vermögen und muss neu starten. Rustikale Zeiten. Dann Beginn der Hühnerzucht mit über 40 Hühnerrassen. Die Unterkünfte der Hühner waren die ersten Gebäude im damaligen Park.

Hermann_Stephan Um 1955 hat er mit dem Aufbau des Liliputstadt Märchenland begonnen, auf 10.000 qm Fläche. Durch eine chronische Tropenkrankheit litt er an Schlaflosigkeit und Epilepsie, er saß oft bis zu 20 Stunden an den Figuren oder Häusern. Insgesamt über 20 Jahre und über 90.000 Arbeitsstunden investierte Hermann Stephan in originalgetreue Nachbildungen von altgermanischen Pfahlbauten bis hin zu bekannten Baudenkmälern des Mittelalters, der Neuzeit und anderer Kulturepochen. Über 2.000 Figuren aus Beton, Ton oder Holz bevölkerten auf dem Höhepunkt der Anlage, etwa Mitte der 70er-Jahre, den Kulturpark. In der Landesbibliothek in Detmold vertiefte er sein Wissen mit Sondergenehmigung. huehner „Sie sehen bei uns Wohn- und Kultbauten unserer Vorfahren von der Steinzeit bis zur Gegenwart in naturgetreuer Nachbildung im Maßstab 1 zu 5, von seltenen Rassegeflügel, Ziergeflügel sowie gepflegten Kleintieren bewohnt.“ stand auf der ursprünglichen Eintrittspostkarte. Anfang der Sechziger wurde enthuhnt.

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Bis Ende der 70er ging seine Arbeit unermüdlich weiter, welch eine nerdige Leidenschaft! Hermann starb 1981, was auch der Sargnagel für die Windhöhe war. Seitdem verfällt der Park in der Nähe Brüntrups. Einige Anwohner fanden neue Gartenfiguren aber leider konnten sich keine Lipper aufraffen dieses kleine Weltkulturerbe zu retten.
Quelle: Lippische Landes-Zeitung. Noch mehr infos.

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