Kasernenstadt Wünsdorf

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Ein Ort der russischen Streetart, irgendwie, mit langer Militärgeschichte.

1872, Kaiser Wilhelm II regierte, stand hier Preußens größter "Schießstand". 1910 Truppenübungsplatz, 1914 Bau der Militärsportschule und 1915 des Halbmondlagers mit der ersten Moschee auf deutschem Boden, zu Beginn des Ersten Weltkriegs Lager für muslimische Kriegsgefangene. Circa 30.000 waren interniert. In der Tat wurden einige der Muslime zu "Terroristen" ausgebildet, die nach ihrer Freilassung hinter der Frontlinie Sabotageakte und Anschläge verüben sollten. Dschihad 1.0.

Während der Zeit des Nationalsozialismus entstanden hier riesige Kasernenkomplexe und Bunkeranlagen. Zwischen 1939 und 1945 war in Wünsdorf das Oberkommando des deutschen Heeres untergebracht und es wurden nicht nur Feldzüge geplant. Im zweiten Weltkrieg war Wünsdorf die Schaltzentrale der Wehrmacht. In der 1937 gebauten grössten reichsdeutschen Bunkeranlage liefen auch alle Fernmeldeverbindungen zusammen.

Nach 1945 richtete sich hier das Oberkommando der sowjetischen Streitkräfte in Ost Deutschland ein. In den 1950ern nannte man Wünsdorf (Вюнсдорф) "Klein Moskau", eine sowjetische Stadt mitten in Deutschland. Im Laufe der Zeit lebten bis zu 75.000 Sowjetbürger in Wünsdorf. Kontakt zur einheimischen Bevölkerung war nicht erwünscht und wurde bestraft.

Es wurde gebaut: Kasernenanlagen, Wohnhäuser, eigene Brotfabriken, Warenhäuser und Geschäfte, Schulen, ein Kulturzentrum mit Theater, ein Krankenhaus etc. Eine direkte Eisenbahnlinie nach Moskau wurde eingerichtet - mit täglich verkehrenden Zügen.

1994 endete nach 49 Jahren die Sowjetära in Wünsdorf.

klare Verhältnisse, links Frau, rechts Mann.

Das Diorama. Wer hats gebaut?

Heizhaus

Heizhaus/innen

Lenin Vader

Noch am Morgen vor der Abreise 1994, soll der kommandierende Generaloberst Matwej Burlakow im Schwimmbad der Militäranlage seine letzten Bahnen gezogen haben.

homesick?

no rubel left..

lots of potential

bye